Schweizerischer Gewerbeverband fordert Stärkung der Berufsbildung
Der Schweizerische Gewerbeverband sgv fordert eine Stärkung der Berufsbildung und nimmt vom Bildungsbericht 2026 positiv Kenntnis. Zielsetzung der schulischen und beruflichen Ausbildung muss die Arbeitsmarktfähigkeit sein. Jedes Jahr stehen 15'000 KMU vor einem Generationen-, beziehungsweise Leitungswechsel.
Bildungspolitisch herrscht in der Schweiz seit einigen Jahren Konsens. 95% aller 25-Jährigen sollten über einen Abschluss auf der Sekundarstufe II (beruflichen Grundbildung und allgemeinbildende Ausbildungen) verfügen. Dieses Ziel wird leider nicht überall erreicht, wie der soeben erschienene Bildungsbericht 2026 aufzeigt. Gesamtschweizerisch ist die Abschlussquote sogar von 91,5% (2016) auf 90,1% (2022) leicht gesunken. Sie verbleibt damit zwar auf einem seit Jahren stabil hohen Niveau, doch sie darf keineswegs weiter sinken.
Der Schweizerische Gewerbeverband sgv nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, wie wichtig eine starke Berufsbildung und solide schulische Kompetenzen der Jugendlichen für das Erreichen des Ziels von 95% sind.
Rund 70% aller Lernenden in der dualen Grundbildung werden in KMU ausgebildet. Dies verdeutlicht die grosse Bedeutung der gewerblichen Unternehmen für die Berufsbildung insgesamt.
Für den sgv ist die Förderung der Berufsbildung auf allen Stufen mit dem Ziel der Arbeitsmarktfähigkeit und der Steigerung der Attraktivität des Karrierewegs über die Höhere Berufsbildung bis zum Unternehmertum eine prioritäre Forderung. Oberstes Ziel der Berufsbildung muss die Arbeitsmarktfähigkeit sein. «Rund 70% aller Lernenden in der dualen Grundbildung werden in KMU ausgebildet. Das zeigt die grosse Bedeutung der Unternehmen für die Berufsbildung insgesamt», sagt Dieter Kläy, Ressortleiter Berufsbildung und stellvertretender sgv-Direktor. Mit einer attraktiven dualen Grundbildung sichern die Branchen auch ihren Nachwuchs. Jedes Jahr stehen rund 15'000 KMU vor einem Generationen- bzw. einem Leitungswechsel. Die Unternehmen brauchen einen entsprechenden Pool an gut ausgebildeten und kompetenten Führungskräften.
Ziel des Bildungsberichtes ist eine fundierte und aktuelle Gesamtschau des Schweizer Bildungswesens zu bieten. Der Bericht dient insbesondere auch den Organisationen der Arbeit als Orientierung für die Weiterentwicklung des Bildungssystems.
Weitere Auskünfte
Urs Furrer
Direktor
Dieter Kläy
Stellvertretender Direktor, Ressortleiter
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